Titel: "Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???"     Vorheriger Beitrag | Nächster Beitrag
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Foren-Gruppen Forscher, Studenten, Au-Pairs, Schüler, ... Beitrag Nr. 261
Beitrag Nr. 261
The Cocoon
Gast
24-Jan-07, 19:40 Uhr (GMT)
 
"Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???"
 
   Hallo!
Ich bin neu hier und habe einige "kleine" Fragen zum Thema auswandern/studieren

Momentan bereite ich mein Abi vor und so wie es aussieht, wird es ordentlich ausfallen (unter 2.0)...
Danach will ich an der FU Berlin "North American studies" im Hauptfach (mit "Bachelor of Arts" als Abschluss und danach Master) studieren.
Als Nebenfach bin ich noch unentschlossen; Ich werde entweder "Kultur des Vorderen Orients" (also Arabistik) oder "Volkswirtschaftslehre" dazunehmen.
Die Kombination aus Amerikanistik+Arabistik scheint für den Arbeitsmarkt interessant zu sein,auch aufgrund der politischen/gesellschaftlichen Lage.
Ein Auslandsjahr werde ich auf jeden Fall absolvieren, da es bei diesem Studiengang obligatorisch ist und für Visa/Studiengebühren/Uni etc. gesorgt wird (von Seiten der dt. Uni)
Nach dem Abschluss möchte ich dann vollständig in die USA auswandern und dort arbeiten/leben.

Meine konkreten Fragen sind:
-Ist der Bachelor/Master Abschluss in den USA anerkannt?
-Hat jemand Erfahrung(en) mit diesem Studium/dieser Kombination?
-Ist es besser, etwas "wirtschaftliches" dazuzunehmen, oder eher Arabistik?
-Wenn man Psychologie auf Bachelor studiert, kann man als Psychologe in den USA arbeiten (wenn man ein Visum bekommt), oder unterscheidet sich der Studieninhalt vom dt.? Ist die amerikanische Psyche anders als die Deutsche? ^^' (Witz...)
Mir ist bekannt, dass ich keinen 0-8-15 Job haben werde, bzw. einen, der eine genaue Berufsbeziechung hat, deshalb frage ich, ob jemand weiß, ob es in der Forschung/im universitären Bereich Arbeitsmöglichkeiten gäbe.

Vielen Dank im Voraus


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  RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???, rabiene, 25-Jan-07, 14:37 Uhr, (1)
     RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???, The Cocoon , 26-Jan-07, 17:48 Uhr, (2)
         RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???, rabiene, 26-Jan-07, 18:54 Uhr, (3)
             RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???, YoYo, 26-Jan-07, 20:16 Uhr, (4)
                 RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???, The Cocoon , 26-Jan-07, 21:57 Uhr, (5)

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rabiene
Mit dabei seit 30-Nov-05
1168 Beiträge
25-Jan-07, 14:37 Uhr (GMT)
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1. "RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???"
 
 
   Willkommen im Forum

darf man fragen was du dann arbeiten kannst,bzw als was wenn du fertig mit dem Studium bist?

Wie du vielleicht weisst musst du einen Arbeitgeber finden der dich einstellen will und der muss belegen das er keinen Ami dafuer finden kann.

geh mal zu www.lust-auf-usa.de,dort ist yoyo, die hat recht viel Ahnung was hier anerkannt wird. Stell dort deine frage nochmal, da hier nicht wirklich viel los ist und ich bei dem "Studienkram" nicht so bescheid weiss.

Gruesse aus Georgia


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The Cocoon
Gast
26-Jan-07, 17:48 Uhr (GMT)
 
2. "RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???"
 
 
   Hi,

vielen Dank für die Antwort/deinen Rat.
Bei solchen Studiengängen weiß man in der Regel nie genau, was man später für eine Berufsbezeichnung hat (so haben die Unifutzis mich vertröstet, denn ich hatte dieselbe Frage ).
Das ist leider nicht so einfach zu sagen wie Medizin = Arzt oder Rechtswissenschaften = Jusrist.
Hast du/bzw. andere User schon etwas von "North American studies" gehört?
Im Laufe des Studiums möchte ich mich auf Wirtschaft/Politik Amerikas spezialisieren (Das kommt doch immer gut Die Alternative wäre Literatur und Geschichte Amerikas und ich bezweifle, dass das was bringen würde...)
Ich schätze, das wär dann etwas im Management-Bereich oder in der Politik (Botschaft o.ä.). Kontakte muss man wohl schon während des Studiums knüpfen


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rabiene
Mit dabei seit 30-Nov-05
1168 Beiträge
26-Jan-07, 18:54 Uhr (GMT)
eMail senden rabiene Private Nachricht senden an rabiene User ProfilFreundesliste  
3. "RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???"
 
 
   Bin ich jetzt restlos ueberfragt. geh wirklich mal zu Lust-auf-usa, und wende dich dort an alle oder an yoyo.Sie kann dir bestimmt was sagen.

Gruesse aus Georgia


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YoYo
Mit dabei seit 10-Feb-06
336 Beiträge
26-Jan-07, 20:16 Uhr (GMT)
eMail senden YoYo Private Nachricht senden an YoYo User ProfilFreundesliste  
4. "RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???"
 
 
   >Bin ich jetzt restlos ueberfragt. geh wirklich mal zu
>Lust-auf-usa, und wende dich dort an alle oder an yoyo.Sie
>kann dir bestimmt was sagen.

Halloele Ra-Bienchen!
Ich sehe in letzter Zeit mehr und mehr Akademiker mit etwas obskurem Studium, die dann noch ganz schnell etwas fuers Butterbrot anhaengen. Bei der derzeitigen Schwemme kein Wunder.

Jahre in ein Studium investieren, ohne ein Ziel vor Augen zu haben? Wie sieht es mit der Finanzierung aus? Stipendien fuer auslaendische Studenten gibt es, aber nur maessig. In den USA leben ist eine feine Sache. Ja! Wird aus dem Studium ein Job, der ein Visa gewaehrleistet? Wenn nein - was machst Du dann in DE? Den ersten Anschluss fuer Vitamin F hast Du bereits versaeumt. Es beginnt tatsaechlich mit den Schulverbindungen der Eltern.

Noch hat Dich keine US Uni akzeptiert. Das und Finanzierung sind der erste Schritt. Ohne einen gewissen Businessplan kann es Dir leicht passieren, dass Du eines Tages vor unangenehmen Entscheidungen stehst.

Du sprichst die Lage im Nahen Osten an - US Army zum Beispiel produziert Rudel von Spezialisten, die nicht nur sprechen und schreiben, sondern auch auf Kultur und politische Lage gedrillt sind. Das wird als credits anerkannt, dazu Berufserfahrung und veteran status. Normalerweise vier Jahre Dienstverpflichtung, dann sind sie auf dem Markt. Meine Japaner bringen grundsaetzliche ihre eigenen Leute mit.

Erzaehl etwas mehr - was hast Du Dir bisher ueberlegt, wonach und wo hast Du Dich erkundigt? Was willst Du und warum USA?


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The Cocoon
Gast
26-Jan-07, 21:57 Uhr (GMT)
 
5. "RE: Amerikanistik/Nordamerikastudien+ Arabistik???"
 
 
   Yo Yoyo ,

Danke für deine umfassende Antwort!
Was sind denn (für Dich) obskure Studien?
Im Allgemeinen ist ja bekannt, dass man mit Geisteswissenschaften schwer was findet, wenn man keine Kontakte hat...Wirtschaft & Co dagegen boomt und ist (fast) immer angesagt.

Mein festes Ziel ist es, mit meinem Abschluss eine Anstellung in den USA zu finden. Den Master werde ich auf jeden Fall machen, Bachelor alleine bringts nicht.
Es gibt Leute, die es als Elektriker o.ä. dahin geschafft haben (soll nicht abwertend sein, nur als Vergleich dienen), warum sollte es mit einem akademischen Abschluss und evtl. Doktortitel problematisch sein? (rhetorische Frage )
Eine Bekannte von mir hat Amerikanistik studiert und lebt jetzt in Texas (seit 2 Jahren); sie ist Doktorandin und schreibt dort an ihrer Arbeit. Danach wird sie von dem Institut, das sie betreut, übernommen, bekommt also ein Visum + eine Anstellung. Das ist quasi mein "Vorbild". Ich weiß aber nicht genau, worüber sie schreibt.

Was die Finanzierung angeht, sieht es gut aus. Das Studium in DE kann ich mir auf jeden Fall leisten. Für das obligatorische Auslandsjahr an der Partneruni in den USA werden die Studiengebühren übernommen; den Rest (Aufenthaltskosten) kann ich mir auch leisten. Ich will NICHT gleich nach dem Abi gleich dort studieren.
Wenn man gut ist, bekommt man sogar ein Vollstipendium Das versuche ich anzustreben. Was an dem Studiengang besonders ist, ist, dass die dt. Uni sich um einen kümmert, den Studienort auswählt und für (fast) alles sorgt. Man muss nur seine Formulare beisammen haben und die Termine einhalten. Es ist also nicht so, dass man selbst Bewerbungen über Bewerbungen schreibt und so etwas privat organisieren muss.

Ob aus dem Studium ein Job wird, der ein Visum gewährleistet, kann ich heute noch nicht wissen. Wenn sich dann nach ca. 5 Jahre studieren herausstellt, dass ich in DE bleiben sollte, dann...DAS WIRD NICHT DER FALL SEIN (was für ein Optimismus ) und wenn, dann versuche ich es in Kanada. Die Punkte, die man für eine Einwanderung braucht, erfülle ich dann auf jeden Fall.
Ich werde jede sich bietende Chance nutzen, um ein Visum für die USA zu bekommen.

Ich wollte generell nach dem Studium in die USA auswandern. Aber da ich nicht genau wusste,WAS ich genau dafür studieren muss, was da auch gefragt ist, habe ich als "insider-tip" von American Studies gehört, mich umfassend informiert und finde, dass das meine Interessen auch vertritt.
Es ist ein interdisziplinärer Studiengang und beinhaltet die Kultur, Politik, Literatur, Soziologie, Wirtschaft und Geschichte der USA. Aus diesen 6 Gebieten wählt man drei aus (für mich wären das Politik, Wirtschaft und Soziologie), und dann wiederum 2 aus, über die man seine Bachelor Arbeit schreibt. Nur mit dieser Kombi kann man das Fach Volkswirtschaftslehre als Nebenfach dazunehmen. Das Studium wär dann sehr wirtschaftsgedrillt, aber eben auf USA spezialisiert. Damit will ich dann mein Glück versuchen.

Generell steht auf der Infopage des John F. Kennedy Instituts,dass man für folgende Bereiche ausgebildet wird:

-Politik und Politikberatung
-Wirtschaft und Wirtschaftsberatung
-Auswärtiger Dienst und internationale Organisationen
-Nicht-Regierungsorganisationen
-staatliche und kommunale Planung
-Medien und kulturelle Einrichtungen
-Erwachsenenbildung und -weiterbildung
-Universitäre und außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen

Ich war bereits auf einer Informationsveranstaltung für diesen Studiengang, hab Erfahrungen/Meinungen von Studenten gehört und es war alles positiv, positiv, positiv Nicht alle wollen aber damit unbedingt nach Amerika gehen. Viele träumen auch davon in der amerikanischen Botschaft oder im Auswärtigen Amt zu arbeiten...Für mich wär das nichts...Demnächst will ich auch eine Studienberatung machen.
Die Spannung mit dem Nahen Osten wird sich in den kommenden Jahren bestimmt nicht großartig verändern. Wenn man ausgebildet ist und zwischen beiden Regionen vermittlen kann/Experte dafür ist, dann wird man bestimmt etwas finden (hoffe ich ^^).

Im Anschluss ist es mir im Grunde egal, wo ich in den USA arbeite, ich habe keine Präferenzen,was den Staat angeht.
Warum USA? Hm...Warum DE? Ich will auf keinen Fall hier bleiben... Ich kann jetzt zig 0-8-15 Gründe aufzählen, aber die sind eh jedem bekannt, der Amerika mag/Interesse daran hat. Mir sind auch die Schattenseiten bewusst und ich gehe keinsfalls blauäugig an die Sache ran...(von wegen land of plenty, American dream, alles toll, alles schön...)

Achso, noch eine Frage: Wie sieht es mit Psychologen aus? Ich habe gelesen, dass deren Arbeitslosenquote in den USA ca. 2% beträgt (?!). Kann man als Psychologe mit dt. Ausbildung (Bachelor bzw. Master) in den USA Arbeit finden, wenn der Arbeitgeber die Visakosten übernimmt? Oder gibt es Unterschiede in der amerik. Ausbildung?

Phew, ich hoffe, ich hab Dich/euch nicht überflutet. Darf ich denn fragen, was Du beruflich machst?

Okay, ich hoffe, Du/Ihr könnt mir nun ein wenig weiterhelfen...
BITTE ^^ Es ist wichtig.


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